Von der Ostsee bis zur tschechischen Grenze erstreckt sich das mittlerweile grüne Band der ehemaligen Grenze zwischen Ost und West. Wo bis zum Ende der 80ger Jahre der “Todesstreifen” verlief und vom Menschen gemieden war, findet sich jetzt ein “grünes Band” , in dem die Natur die Wunden geheilt hat, die der Mensch ihr zugefügt hat. Die Zäune, Kfz-Sperrgräben, Bunkeranlagen und Wachtürme waren ja in den frühen 90ern schon nahezu komplett abgebaut worden. Heute erkennt man meist nur noch die Kolonnenwege mit den charakteristischen zweispurigen Lochplatten. Allerdings finden sich auch heute noch Stelen, Mahnmale, vereinzelte Bauwerke, die erhalten geblieben sind, um die Erinnerung an diese Grenze zu wahren. 
Hier verläuft auch der “Iron Curtain Trail”. Ein mit EU-Mitteln geförderter Fahrradweg durch das ehemalige Sperrgebiet, an dem man auf jedem Kilometer erleben kann, wie die Natur die Einschnitte überwachsen hat, und auf dem man auch der Erinnerung nachgehen kann an das Leben an und mit dieser Grenze.
Von Travemünde/Priwall bis nach Dömitz führt dieser Radweg an der Landesgrenze des heutigen Mecklenburg-Vorpommern entlang. Von Norden nach Süden erfährt man hier den Ratzeburger See und das Biosphärenreservat Schaalsee, den Naturpark Lauenburgische Seenplatte und von Lauenburg bis Dömitz entlang der Elbe. Interessante Stationen sind unter anderem das Zollhaus-Museum in Lübeck-Schlutup, das Grenzhus in Schlagsdorf, das Paalhus in Zarrentin, das Elbbergmuseum in Boizenburg, aber ebenso die vielen Hinweise auf geschleifte Dörfer wie Bardowieck und Lankow.
Hilfreich zur Vorbereitung einer solchen Fahrradtour mag das bikeline- Radtourenbuch zum “Iron curtain trail” sein, das Michael Cramer verfasst hat – auf dessen Idee auch die Initiative zu diesem Radweg zurückgeht. Das Buch ist 2007 im Verlag Esterbauer erschienen.
Geschrieben von service in Sehenswertes, Westmecklenburg um 4:48 PM GMT-2
Noch keine Kommentare »
Robert Louis Stevensons “Schatzinsel” ist sicherlich noch jedem aus seiner Jugend bekannt. Aber was geschah eigentlich vor den Ereignissen, die in diesem Bestseller beschrieben werden? Wer war Käpt’n Flint, und woher kam er? Wo liegt diese sagenhafte Schatzinsel, wenn es sie gibt?
Die Antworten auf diese Fragen führen ab dem 20. Juni wieder von Grevesmühlen – der heimlichen Hauptstadt der Piraten in Mecklenburg-Vorpommern – aus an die unterschiedlichsten Orte der Karibik. Wie schon im letzten Jahr startet eine neue Episode der Geschichten um den Seeräuber, sein Leben und seinen Werdegang. Dabei begegnet man dem legendären Henry Morgan ebenso wie Anne Bonny, einer der wenigen Piratenfrauen. “Die Herren der Küste” führt von der Isla de Pinos bis nach Tortuga. Über 60 Darsteller und Stuntmen, sechs echte Schwarzpulverkanonen und viel Pyrotechnik sorgen dabei für ein unvergessliches Erlebnis. Und das noch bis zum 7. September.
Geschrieben von service in Sehenswertes, Veranstaltungen, Westmecklenburg um 4:49 PM GMT-2
Noch keine Kommentare »
Abseits der Ostsee liegen in “MeckPomm” einige sehenswerte Orte, die nicht allzu oft mit den Hochburgen der Touristik verwechselt werden – aber bei denen es sich lohnt, sie auch einmal mit Kinderaugen zu betrachten. Kennen Sie vielleicht schon das Petermännchen, den Schloßgeist vom Schweriner Schloß, den sagenumwobenen Trommler von Gadebusch oder die Münzfeen? In Grevesmühlen hört man vom “Schimmelreiter vom Tannenberg” sowie den Glocken im Ploggensee. Schönberg kennt die “Weisse Frau” und in Klütz lebt die Legende von den Jungfrauen vom Kalkbach.
Auf eine Initiative der Petermännchen Kulturfördergesellschaft in Schwerin werden darüber hinaus auch in Dassow, Klütz, auf der Insel Poel und in Warin eifrig Sagen und Märchen gesammelt, um sie ab dem 19. Juni im Rahmen einer Sagen- und Märchenstraße vorstellen zu können.
Am 19. Juni wird diese Sagen- und Märchenstraße mit einem Troß aus über 30 Oldtimern, darunter bekannte Marken wie Horch und Porsche, spektakulär eröffnet. Das Petermännchen und eine kleine Fee werden um 12.30 in Grevesmühlen von den Piraten, Kindern und Einwohnern erwartet, gegen 17.30 sollen sie auf dem Gadebuscher Marktplatz anzutreffen sein.
Insgesamt soll die Sagen- und Märchenstraße auf über 500 Kilometern Städte, Sehenswürdigkeiten und wiederkehrende Veranstaltungen nicht nur im Westen Mecklenburgs miteinander verbinden. Dafür, dass dies nicht nur eine Sage bleibt, sorgt der “Verein Petermännchen Kulturfördergesellschaft des alten Brauchtums” in Schwerin, der auch eine entsprechende Webseite entwickelt, welche hoffentlich bald mit aktuellen wahren Begebenheiten aufwarten kann.
Geschrieben von service in Sehenswertes, Veranstaltungen, Westmecklenburg um 4:15 PM GMT-2
Noch keine Kommentare »