In der alten Hansestadt Wismar begegnen sie einem an vielen Ecken – buntbemalte Büsten eines schnauzbärtigen Herrn mit Helm. In leuchtenden Farben, gleichwohl recht massiv ausgeführt versuchen sie, Passanten neugierig zu machen auf die Geschichte der Stadt Wismar – und die Stadt selbst.
Nur – was war der Ursprung dieser Schwedenköpfe?
Die Originale standen seit dem 17. Jahrhundert auf zwei Dalben in der Hafeneinfahrt, auf Höhe von Wendorf etwa. Nachdem sie 1902 von einem vorbeifahrenden Schiff beschädigt worden sind, wurden sie originalgetreu nachgegossen und schon ein Jahr später wieder an der selben Stelle aufgestellt. Man darf den Wismarern also schon zur damaligen Zeit eine große Sympathie zu ihren Schwedenköpfen unterstellen. Zumal 1903 das Jahr war, in dem Wismar wieder Mecklenburg angegliedert wurde und die schwedische Krone nach 100 Jahren auf ihr Pfandrecht verzichtete, das noch aus der Zeit des Westfälischen Friedens herrührte. Die Herkunft und Bedeutung der Originale indes sind jedoch bis heute nicht eindeutig nachzuweisen. Man geht davon aus, dass es sich ursprünglich um Ruderköpfe gehandelt hat, wie sie im Mittelalter am Heck vieler Holzschiffe üblich waren.
Kein Wunder, dass die Schwedenköpfe heute Ihren Zweck gut erfüllen – nämlich Interesse zu wecken an Wismar und seiner langen Vergangenheit.
Geschrieben von service in Sehenswertes um 6:08 PM GMT-2



